Tagesimpulse für die Seele

Meine Erfahrungen mit Covid 19 und deren Behandlungsmöglichkeiten

Covid 19 in der Deltavariante, ist eine Erkrankung mit vielen Gesichtern. Sie verläuft in der Regel milde kann aber auch zu schweren Verläufen führen. Das heimtückische an dieser Erkrankung ist, es ist nichts vorhersehbar.
Kurz anmerken möchte ich, dass ich hauptberuflich in der Schulmedizin tätig bin und mich seit Beginn der Pandemie sehr oft mit leichten bis schwere Verläufen auseinandersetzen durfte.
Als meine Familie und ich erkrankten wussten wir nicht wie sich Covid auswirken wird. Die Symptome sind sehr verschieden und haben teilweise wenig mit einer Grippe zu tun. Covid geht auf die Bereiche welche vorher, wenn auch versteckt, schon angegriffen sind oder waren. Das kann auch die Psyche betreffen bis hin zu körperlichen Symptomen, je nach dem welches Organsystem betroffen ist.
Die Kinder hatten Symptome wie: Husten, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gliederschmerzen, Geruchs- und Geschmacksverlust, mangelnder Appetit und kurzzeitige subfebrile Temperatur. Bei Erwachsenen kamen zusätzlich noch: hohes Fieber, generalisierter Krampfanfall mit Herzinfarktsymptomatik, Kreislaufdysregulation, Konzentrationsschwäche, starke Schwäche, Panikattacken und Lungeninfiltrate hinzu.

Diagnostik und Behandlungsmethoden

Ich habe eine Mischung aus Kräuterheilkunde, TCM, Homöopathie viel Schlaf und ganz klein wenig Schulmedizin angewendet.
Die TCM war mir ein sehr wichtiger Begleiter in den vergangenen Wochen, dicht gefolgt von der Kräuterheilkunde und der Homöopathie.
Ich habe durch Zufall in der Juli Ausgabe der Zeitschrift „natur & heilen“ einen Bericht über Covid in der traditionellen chinesischen Medizin gelesen. Dieser beschreibt sehr anschaulich den Krankheitsverlauf unter TCM- Gesichtspunkten und wie es diesen zu vermeiden gilt, samt Akupressurpunkten und Teeempfehlungen. Ein sehr empfehlenswerter Artikel.

TCM:

Die Zungen- und Pulsdiagnose steht natürlich vorn an und ich empfehle auch dringend diese durchzuführen, um individuell behandeln zu können.
Vier Punkte, die ich bei allen gleich akupunktiert habe waren:
MA 36, Mi 6, Di 4, Lu1 Alle anderen Punkte wurden nach Symptomatik und Diagnose dazu gewählt. Gittertapes unterstützten an den individuellen Punkten noch die Genesung. Mein Ausbilder empfahl bei sämtlichen Yin- Mangelzuständen mit einem Wärmekissen am Abend, auf KG 4 und KG 6, zu Bett zu gehen, dies ist ein sehr guter Rat, den ich hiermit sehr gern weitergebe.
Ich habe verschiedene Teemischung selbst angemischt bzw. in der „Bahnhof- Apotheke in Kempten“ bestellt:
bestellte Teemischungen:
• „Shufeng Jiedu“- schnellere Erholung von Husten und Müdigkeit, nicht bei Schüttelfrost anwenden, da die Kräuter kühlend wirken.
• als Jade- Windschutz:
Für Erwachsene CCPS 02 Für die Kinder CCPK 01

Eigene Kräuterteemischungen bestehend aus:

• Lindenblütentee mit Honig
• Huflattich, Königskerze, Spitzwegerich, Himbeerblätter und Erdbeerblätter, Zitronenmelisse, Brennnessel, Salbei, Rosenblüten, Rotklee, Löwenzahn, Aroniabeeren oder Saft, Heidelbeeren, Pfirsich
• Kaltauszug von 250 ml Lungenkraut/ Tag
zum Gurgeln:
• Salbeitee und Zitrone
zum Inhalieren wenn man es vom Kreislauf verträgt:
• Kamille und Thymian als Heißinhalation über 15 min.-> bei Kaltverneblung wurde die Beobachtung gemacht das sich die Infiltrate in der gesamten Lunge verteilen
Wadenwickel gegen das sehr hohe Fieber

Homöopathie:

Bitte auch hier die individuellen Symptome genau betrachten und das entsprechende Mittel dazu aussuchen.
In unserem Fall half zum Fiebersenken: Belladonna, Zur Unterstützung der Psyche und gegen Panikattacken, sowie Kreislaufdysregulation half Lachesis und Carbo Vegetabilis.
Kalium Phosphoricum D6 als Schüssler Salz im Wasser aufgelöst unterstützt über den Tag.
Nach einiger Zeit erinnerte ich mich das ich nach der Geburt von den Kindern das „Aufbaumittel nach Stadelmann“ empfohlen bekommen habe. Dieses eingenommen nach starkem Schwächezustand half damals schon Wunder und auch in diesem Fall greift es sehr gut.
Vitamin und Immunpräparate aus der Apotheke:
Empfehlen kann ich ebenfalls sämtliche Vitamin Reserven wieder aufzufüllen und das Immunsystem wieder zu stärken denn Covid 19 erweist sich als zehrende Erkrankung, welche sämtliche Reserven lehrt.

Lymphdiaral Basistropfen SL um die körpereigene Abwehr zu unterstützen und die Ausleitung und Reinigung der Lymphe zu fördern. Besonders gut geeignet bei Infekten der oberen Atemwege.

„Jeden Tag eine deftige Suppe oder Brühe.“, das sagte mir einst meine Hebamme. Dieser Ratschlag ist einer der Besten auch bei dieser Art von Erkrankung. Es gab selbstgemachte Suppen aller Art und diese bringen zusätzlich die Kraft zurück.

Es ist etwas neues, SARS- CoV-2 in der Delta Variante ist keine normale Grippe, sie ist eine Herausforderung an uns. Für die einen verläuft sie blande und für andere mit einem progredienten Verlauf. Vorhersehen wer welche Variante bekommt kann man nicht wirklich. Und selbst wenn es blande verläuft, kann der Erschöpfungszustand hinterher einsetzen und sich über Wochen hinziehen.
Ich habe für mich als Resümee gezogen das, ein genereller achtsamer Umgang mit seinem Körper seiner Psyche und seiner Kraft wahrscheinlich sehr viel ausmacht, wie der Verlauf sich zeigen wird.

Herzensgrüße Lydia Hallmann